DEA Deutsche Eliteakademie

Pressemitteilungen der DEA: Die DEA: Impfungen in der BRD

Veröffentlicht am Montag 21 Juli 2014 12:55:05 von aschilke,
Vor knapp 10 Jahren engagierte sich auch die DEA bei der Einführung von Gardasil® als ersten Impfstoff gegen Papillomaviren, die als Auslöser des Gebärmutterhalskrebses gelten. Der Erfolg war beeindruckend und man befand sich auf dem besten Wege, bei den 9- bis 12-Jährigen eine Durchimpfung zu erreichen.

Nach sehr fragwürdigen Nebenwirkungsberichten und sogar einem Todesfall, der angeblich aus den Folgen der Impfung resultieren sollte, gewann das äußerst skeptische Impfverhalten in der BRD wieder die Oberhand und die Impfwilligkeit bei jungen Mädchen resp. deren Eltern nahm deutlich ab, obwohl die Krankenkassen die relativ hohen Kosten anstandslos übernehmen.

Zwischenzeitlich findet bei den meisten Impfstoffen ein Preiskampf statt, da die Krankenkassen der einzelnen Bundesländer versuchen, über Ausschreibungen niedrigste Preise für Impfstoffe zu erlangen.

Pressemitteilungen der DEA: Die DEA: Studiengebühren in der BRD

Veröffentlicht am Mittwoch 16 Juli 2014 13:30:22 von rschilke,

Noch immer gehört die Bundesrepublik Deutschland zu den wenigen Ländern, die ganz auf Studiengebühren verzichten. In Großbritannien müssen Studierende im Schnitt Euro 10.000 pro Jahr bezahlen und in den USA sogar durchschnittlich Euro 35.000.

Deshalb stellt sich die begründete Frage, ob dieses kostenlose Studium gerechtfertigt ist und inwieweit der Steuerzahler für sämtliche Kosten an den bundesdeutschen Universitäten und Hochschulen aufkommen muss - dies auch vor dem Hintergrund, dass im teuersten Studium, der Medizin, zahlreiche der approbierten Ärzte weder bereit sind, in strukturell unterversorgten Gebieten zu arbeiten, noch ihre Tätigkeit überhaupt in der BRD aufzunehmen, sondern - besser bezahlt - auf berufliches Nimmerwiedersehen zum Beispiel in die USA oder die Schweiz auswandern.


Pressemitteilungen der DEA: Die DEA: Neue Weiterbildungsordnung Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie

Veröffentlicht am Montag 07 Juli 2014 13:43:06 von rschilke,

Neue Weiterbildungsordnung Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie

von Prof. Dr. med. Dipl.-Psych. Gerd Laux, IEP

Der Deutsche Ärztetag hat die Bundesärztekammer beauftragt, eine kompetenzbasierte Novellierung der Musterweiterbildungsordnung für alle Fachgebiete der Medizin vorzunehmen. Unter Federführung der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) wird deshalb derzeit für die Bundesärztekammer die Musterweiterbildungsordnung für den Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie zur Novellierung vorbereitet. Die DGPPN hat zurecht die epochale Bedeutung einer neuen Weiterbildungsordnung für das Gebiet Psychiatrie und Psychotherapie realisiert. Handlungsbedarf wird vor allem im Bereich der Psychotherapie gesehen, umfassende psychotherapeutische Weiterbildungsinhalte stehen im Zentrum der Vorschläge, als neue berufliche Identität wird der „ärztliche Psychotherapeut" propagiert. Im Kompetenzblock „therapeutische Verfahren" der neuen Musterweiterbildungsordnung werden für Psychotherapie 1.500 Stunden veranschlagt.

Der Revision der Weiterbildungsinhalte in Psychopharmakologie und Pharmakotherapie wurde bislang bemerkenswerterweise wenig Beachtung geschenkt. Die derzeit gültige Weiterbildungsordnung zum Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie sieht im Abschnitt „definierte Untersuchungs- und Behandlungsverfahren" ein 40-Stunden-Fallseminar über die pharmakologischen und anderen somatischen Therapieverfahren einschließlich praktischer Anwendungen vor. Angesichts der Bedeutung der Psychopharmakotherapie in Klinik und Praxis sowie aus Sicht der klinisch-neurobiologischen Psychiatrie scheint es dringend geboten, hier eine adäquate Anpassung vorzunehmen. De facto nimmt die Pharmakotherapie in Klinik und Praxis eine elementare, zum Teil berechtigterweise auch eine dominierende Funktion ein. Ärztliche Kollegen schreiben Psychiatern vor allem Kompetenzen in der Psychopharmakotherapie zu, was vor allem im Konsiliardienst deutlich wird. Psychopharmaka nehmen unter den ambulanten Verordnungen Rang 3 der am häufigsten verordneten Medikamente ein. Eine aktuelle Fax-Umfrage durch die Berufsverbände unter niedergelassenen Nervenärzten, Psychiatern und Neurologen dokumentiert den hohen Anteil von Patienten, der pharmakotherapeutisch behandelt wird, und den hohen Stellenwert der Pharmakotherapie. Die Anforderungen an pharmakologisches Wissen sind kontinuierlich gewachsen - erwähnt seien hier nur die Stichworte Multimorbidität und Risikopatienten. Angesichts einer nicht zuletzt in den Medien zu verfolgenden erhöhten Sensibilität hinsichtlich unerwünschter Arzneimittelwirkungen/Nebenwirkungen und der zum Teil ideologisch überformten Überversorgungs- und Mißbrauchsthematik (siehe Psychostimulanzien, „Hirn-Doping") ist niemand ein kompetenterer Ansprechpartner als der Psychiater.


Pressemitteilungen der DEA: Die DEA: Behandlungsfehler bei einer Therapie 2. Wahl

Veröffentlicht am Mittwoch 02 Juli 2014 08:47:25 von rschilke,


Das Oberlandesgericht in Hamm stellte in einem Urteil unter Aktenzeichen 26 U 157/12 fest, dass ein Behandlungsfehler vorliegt, wenn ein Arzt nicht die Therapie der 1. Wahl, den so genannten Goldstandard, anwendet, sondern die Therapie der 2. Wahl, ohne den Patienten im Vorfeld darauf hinzuweisen. In diesem speziellen Fall hatte sich der Patient bereits zur Durchführung der Therapie der 1. Wahl entschlossen, dann allerdings vom behandelnden Arzt  zu einer Therapie der 2. Wahl überreden lassen.

In dem rechtskräftigen Urteil entschied das Oberlandesgericht Hamm zu Gunsten des klagenden Patienten, bei dem ein Basalzellkarzinom photodynamisch therapiert statt chirurgisch behandelt worden war, obwohl der Patient sich ursprünglich zur Operation entschlossen hatte.   

Der verklagte Hautarzt hatte 2005 bei dem damals 73-jährigen Patienten ein knotiges Basalzellkarzinom an der rechten Wange diagnostiziert. Der Arzt riet dem Kläger zu einer photodynamischen Therapie, die in der Folge durchgeführt wurde. Drei Jahre später kam es zu einem Rezidiv. Der Kläger musste mehrfach operiert werden und verklagte deshalb den Dermatologen auf mindestens Euro 15.000 Schmerzensgeld. Während die 1. Instanz die Klage abwies, gab das OLG dem Kläger Recht. Nach Auffassung des Gerichts bestand für die photodynamische Therapie keine medizinische Indikation. Entsprechend der Darstellung des Sachverständigen wäre die Operation die bewährte ärztliche Behandlungsweise gewesen. Von ihr sei der Hautarzt aus unverständlichen und nicht nachvollziehbaren Gründen abgewichen, war die Auffassung des Gerichts.


Pressemitteilungen der DEA: Die DEA: Das Problem der Unterschiede durchgeführter Antidepressiva-Studien

Veröffentlicht am Montag 23 Juni 2014 14:10:41 von rschilke,

Das Problem der Unterschiede zwischen in den USA und nicht in den USA durchgeführten Antidepressiva-Studien

von Prof. Dr. Hans-Jürgen Möller, IEP


Ein Großteil der Antidepressiva-Prüfungen, wie überhaupt aller Psychopharmaka-Prüfungen  -  insbesondere solcher, die zur Zulassung eines neuen Medikaments durchgeführt werden - wird in den USA vorgenommen. In der Regel werden diese Studien vorbehaltlos weltweit von den Zulassungsbehörden - so z.B. von der EMA, der europäischen Zulassungsbehörde  - anerkannt.  Bei der Zusammenfassung von Studienergebnissen in Meta-Analysen, z.B. bei der Erstellung von Leitlinien, wird  nicht differenziert nach dem Land/der Region, in der die Studie durchgeführt worden ist. Es ist aber schon seit langem bekannt, dass es insbesondere zwischen Studien, die in den USA vorgenommen und solchen, die in „non-US" Regionen durchgeführt wurden, Unterschiede in den Ergebnissen gibt, die möglicherweise mit  Unterschieden in der Patientenversorgung, in der Patientenselektion, in der Studiendurchführung, u.a. zusammenhängen. Besonders  bemerkenswert  ist in diesem Kontext, dass in den USA häufiger als in anderen Regionen die untersuchte Prüfsubstanz und auch das in der Studie ggf. mituntersuchte Standard-Antidepressivum (z.B. 3-Arm Studie Prüfsubstanz  vs. Placebo vs. Standard-Antidepressivum) sich nicht von Placebo unterscheiden lassen. Die undifferenzierte Zusammenfassung solcher unterschiedlichen Studien im Rahmen der meta-analytischen Aufbereitung für Leitlinien erscheint deshalb fragwürdig. Gleiches gilt, wenn man solche Studienergebnisse im Rahmen der Diskussion in Transparenz-Kommissionen, die für die Preisfestlegung im Rahmen der nationalen Gesundheitssysteme zuständig sind, nicht hinsichtlich ihrer regionalen Unterschiede betrachtet und vorrangig auf die Ergebnisse abstellt, die für die eigene Region charakteristisch sind, d.h. in Europa sollten vorrangig die europäischen Ergebnisse für die Preisbildung herangezogen werden. Aus solchen Überlegungen heraus wurde früher in der nicht globalisierten Welt von der  damaligen deutschen Zulassungsbehörde BGA  sogar für die  Zulassung eines Antidepressivums  in Deutschland verlangt, dass auch Ergebnisse aus in Deutschland durchgeführten Studien vorgelegt würden.


Bei der Frage nach den  Faktoren, in denen Unterschiede zwischen US- und „non-US" Antidepressiva-Studien auftreten können, geht es um zahlreiche Aspekte,  die verschiedene Bereiche betreffen können und von denen ggf. jeweils nur ein geringer Beitrag in ein komplex determiniertes Ergebnis-Szenario hineingetragen wird. Neben speziellen methodischen können allgemeine Umfeldfaktoren wie Ausbildung der Ärzte, Aspekte des Versorgungs- und Versicherungssystems (Ausmaß der klinischen Zuwendung durch Ärzte und Pflegepersonal, Ausmaß von zusätzlichen unspezifischen oder von spezifischen psychotherapeutischen Maßnahmen)  u.a.  von Bedeutung sein. Schließlich  könnten  auch neurobiologische /neurogenetische Faktoren, die in der Regel nicht im Rahmen der Studien  erfasst werden,  eine Rolle spielen, insbesondere im weltweiten Vergleich. In Hinblick auf diesen letzten Problembereich sei auf die in den letzten Jahren zunehmend anwachsende Zahl von Publikationen zu Themen wie Genetik, insbesondere Pharmakogenetik, sowie Stratifizierung, Personalisierung, Individualisierung im Rahmen von klinischen Prüfungen bzw. Therapie-Entscheidungsprozessen hingewiesen.