DEA Deutsche Eliteakademie

Pressemitteilungen der DEA: Fahrtauglichkeit unter Psychopharmaka

Veröffentlicht am Montag 18 August 2014 11:08:25 von rschilke,

Fahrtauglichkeit unter Psychopharmaka

von Prof. Dr. med. Dipl.-Psych. Gerd Laux, IEP

Während für Alkohol relativ klar definierte Grenzwerte für eine Fahruntüchtigkeit bestehen, gibt es solche für Medikamente einschl. Psychopharmaka nicht. Systematische Studien zur Frage der Auswirkungen von Psychopharmaka auf psychomotorische und kognitive Leistungen in klinischen Populationen existieren nur vereinzelt; bezogen auf die Frage der Fahrtüchtigkeit stellt sich die Datenlage als noch unbefriedigender dar. Die meisten Untersuchungen wurden an gesunden jungen Probanden unter Einmaldosierungen durchgeführt und sind somit nur begrenzt auf (ältere) Patienten unter kontinuierlicher Medikamenteneinnahme übertragbar.

Eine Dauerbehandlung mit Arzneimitteln schließt die Teilnahme am Straßenverkehr nicht automatisch aus. Erst durch die Medikamenteneinnahme sind bei einer Reihe psychischer Erkrankungen die Voraussetzungen zum sicheren Führen von Kraftfahrzeugen geschaffen. Stabilisierende Wirkungen von Arzneimitteln einerseits sowie mögliche Beeinträchtigungen der Leistungsfähigkeit andererseits, sind differenziert zu bewerten. Die arzneimittelbedingte Fahruntüchtigkeit im medizinisch-juristischen Zusammenhang ist im Einzelfall zu beurteilen. Der Psychopharmaka verordnende Arzt ist dazu verpflichtet, den Patienten über möglicherweise die Verkehrssicherheit beeinträchtigende Nebenwirkungen zu informieren und sollte dies entsprechend dokumentieren.

 


Pressemitteilungen der DEA: Institute an der DEA: Neues Antidepressivum bald auch in Deutschland verfügbar

Veröffentlicht am Montag 11 August 2014 11:02:33 von aschilke,

von Prof. Dr. Hans-Jürgen Möller, IEP

Von vielen Seiten wird beklagt, dass die Entwicklung neuer Psychopharmaka in den letzten Jahren kaum vorangekommen ist. Das hat viele Hintergründe, die hier nur ansatzweise dargestellt werden können. Ein wichtiger Punkt ist sicherlich, dass weiterhin für viele psychische Erkrankungen, trotz intensiver neurowissenschaftlicher Forschung, die Pathogenese nur unzureichend geklärt ist bzw. dass selbst bei gut aufgeklärter Pathogenese (wie z.B. im Fall der Alzheimer Demenz) die darauf basierenden Interventionen nicht so wirksam sind wie erwartet. Möglicherweise werden zu reduktionistische psychopharmakologische Therapie-Ansätze dem komplexen Krankheitsgeschehen nicht gerecht.

Insbesondere die innovativen Therapie-Ansätze, die pharmakologische Mechanismen jenseits der traditionellen Pfade erproben wollen, sind, wie die Erfahrung zeigt, aus diesen Gründen sehr risikobelastet, und das bei immer stärker wachsenden Entwicklungsausgaben. Aber auch die Weiterentwicklung auf Basis traditioneller Wirkmechanismus-Hypothesen, die durchaus zu innovativen Verbesserungen führen, wie das unten dargestellte Vortioxetin zeigt, führt bei weitem nicht immer zum erwünschten Erfolg.

Wenn dann wirklich ein Medikament erfolgreich entwickelt werden konnte und die Zulassung erreicht hat, stehen in vielen Ländern, so in Deutschland mit dem AMNOG-Verfahren, weitere Hürden bevor, die den sog. “Zusatz-Nutzen“ gegenüber den in Verwendung befindlichen Standard-Medikamenten für die gleiche Indikation in Frage stellen und damit eine für die pharmazeutische Industrie unter Re-Investment-Aspekten günstige Preisgestaltung beeinträchtigen. Die schwierige Gesamtlage hat mehrere große pharmazeutische Unternehmen veranlasst, das Feld der Psychopharmaka–Entwicklung zu verlassen.


Pressemitteilungen der DEA: Institute an der DEA: Neuer Tumorwirkstoff geht in präklinische Entwicklung

Veröffentlicht am Dienstag 05 August 2014 08:04:12 von rschilke,


Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) teilte kürzlich mit, dass bei der Behandlung von metastasierenden Tumorarten ein dringender medizinischer Bedarf besteht. An dem häufig spät erkannten Bauchspeicheldrüsenkrebs, einer der aggressivsten  Tumorformen, versterben 95 Prozent der Patienten innerhalb von fünf Jahren nach der Diagnose.

Die KIT-Ausgründung amcure entwickelt Tumortherapeutika, die diese Rate senken könnten. Für die vorklinischen und klinischen Tests der Präparate hat amcure nun von Investoren ungefähr Euro 5 Mio. eingesammelt und kann damit in den nächsten Jahren die Wirkstoffe weiterentwickeln.

 


Pressemitteilungen der DEA: Institute an der DEA: Der Adel in der Bundesrepublik

Veröffentlicht am Montag 04 August 2014 09:19:04 von rschilke,

Im Jahr 1919 endete die Monarchie in Deutschland und die republikanische Weimarer Verfassung bestimmte, dass Vorrechte der Geburt und des Standes aufzuheben wären und nicht mehr verliehen werden dürften. Damit wurden die Adelsprädikate zu reinen Bestandteilen bürgerlicher Namen.

Daraus ergibt sich heute eine Titelflut, die kaum noch zu bändigen ist und bereits groteske Züge angenommen hat. Als Gloria Prinzessin von Thurn und Taxis sich Fürstin nennen wollte, verweigerte ihr damals das Landgericht Regensburg als letzte Instanz diese Namensänderung. Nunmehr - aufgrund einer Liberalisierung des Namensrechts - sind derartige Änderungen gang und gäbe. So können sich allein in Bayern vier Familien, bestehend aus Prinzen und Prinzessinnen, jetzt Fürst und Fürstin nennen. Zuständig für solche Änderungen im Namensrecht ist allein das Landratsamt, und eine nachvollziehbare Begründung genügt bereits dem zuständigen Sachbearbeiter, um aus einem Prinzen einen Fürsten zu machen, befreit vom Standesvorrecht und einem damals in Primogenitur gewährten Erstgeburtstitel. Zwar folgt die Umbenennung ohne Glanz und Glorie, gibt es keine „Krönung oder Salbung", reicht profaner Weise allein der Tisch des Amtmanns oder ein Brief, zugestellt vom Postboten, aus.

 


Pressemitteilungen der DEA: Die DEA: Impfungen in der BRD

Veröffentlicht am Montag 21 Juli 2014 12:55:05 von aschilke,
Vor knapp 10 Jahren engagierte sich auch die DEA bei der Einführung von Gardasil® als ersten Impfstoff gegen Papillomaviren, die als Auslöser des Gebärmutterhalskrebses gelten. Der Erfolg war beeindruckend und man befand sich auf dem besten Wege, bei den 9- bis 12-Jährigen eine Durchimpfung zu erreichen.

Nach sehr fragwürdigen Nebenwirkungsberichten und sogar einem Todesfall, der angeblich aus den Folgen der Impfung resultieren sollte, gewann das äußerst skeptische Impfverhalten in der BRD wieder die Oberhand und die Impfwilligkeit bei jungen Mädchen resp. deren Eltern nahm deutlich ab, obwohl die Krankenkassen die relativ hohen Kosten anstandslos übernehmen.

Zwischenzeitlich findet bei den meisten Impfstoffen ein Preiskampf statt, da die Krankenkassen der einzelnen Bundesländer versuchen, über Ausschreibungen niedrigste Preise für Impfstoffe zu erlangen.