DEA Deutsche Eliteakademie

Pressemitteilungen der DEA: Psychopharmaka-Verbrauch in Deutschland

Veröffentlicht am Montag 02 März 2015 10:11:11 von rschilke,

 – GKV-Analyse anhand des Arzneimittel-Atlas 2014 -

 
von Prof. Dr .med. Dipl.-Psych. Gerd Laux, IEP München
 
 
Der ambulante Arzneimittelverbrauch in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) wird jährlich im vielzitierten Arzneiverordnungs-Report und seit 9 Jahren im Arzneimittel-Atlas publiziert. Dem ersteren können die Verordnungen und Ausgaben für einzelne Substanzen direkt entnommen werden, er beinhaltet auch kritische pharmakoökonomische und pharmakopolitische Kommentierung. Der Arzneimittel-Atlas stellt die Arzneimittelausgaben praxisgerecht auf Basis von Erstattungspreisen dar, betrachtet den Behandlungsbedarf und führt interessante regionale Analysen anhand von Landkarten auf. Er wird von Autoren des IGES Instituts herausgegeben und vom Verband forschender Arzneimittelhersteller finanziell unterstützt. Für die Inhalte zeichnen aber ausschließlich die Herausgeber und Autoren, kritisch begleitet durch einen wissenschaftlichen Beirat, verantwortlich.
 
Beim zentralen Thema Verbrauch von Arzneimitteln innerhalb der GKV wird deutlich, dass Rabatte die Ausgaben in hohem Maße beeinflussen, weshalb die Darstellung der Arzneimittelausgaben auf Basis von Erstattungspreisen erfolgt. Mit ca. 30 Mrd. Euro lagen die Arzneimittelausgaben der GKV infolge erhöhter Rabattsätze wieder auf dem Niveau des Jahres 2010. Die durchschnittlichen Pro-Kopf-Ausgaben zu Lasten der GKV für Fertigarzneimittel betrugen im Jahre 2013 390 Euro. Von 30 detailliert betrachteten Indikationsgruppen konnte bei 11 ein Ausgabenrückgang von mindestens 10 Mio. Euro festgestellt werden, am höchsten war dieser mit 71 Mio. Euro bei den Psycholeptika infolge Generika-Substitution (Olanzapin, Quetiapin).

Pressemitteilungen der DEA: Die mangelnde Qualität medizinischer Studien

Veröffentlicht am Montag 23 Februar 2015 11:15:49 von rschilke,

Die mangelnde Qualität medizinischer Studien  am Beispiel einer HIV-Präventionsstudie

 
Man weiß längst, dass Studienergebnisse häufig manipuliert werden – bis hin zu den gewünschten Aussagen. Zwar gibt es immer noch renommierte Einrichtungen, wo Manipulationen schwierig sind, doch auch dort können Ergebnisse aufgrund unterschiedlichster Problematiken beeinflusst werden und damit das Ergebnis relativieren.
 
Eine kürzlich publizierte Studie gibt die Problematik beispielhaft wieder und zwar unter einem Gesichtspunkt, der häufig vernachlässigt wird.
 
Die Voraussetzungen, HIV-Patienten zu behandeln oder einer Ansteckung vorzubeugen, haben sich in den vergangenen 20 Jahren erheblich verbessert. Die Kombinationstherapie mit anti-retroviralen Medikamenten wurde soweit verfeinert, dass heute bereits Infizierte eine Lebenserwartung haben, die beinahe vergleichbar mit derjenigen Gesunder ist. Auch die berufliche Leistungsfähigkeit erweist sich  häufig keineswegs als eingeschränkt.
 

Pressemitteilungen der DEA: Investitionen in zukünftige neue Märkte in der BRD

Veröffentlicht am Montag 16 Februar 2015 12:20:29 von rschilke,

Die meisten Anleger in der Bundesrepublik haben den damals hoch gelobten Neuen Markt eher schmerzlich in Erinnerung. Anstelle hoher Renditen für die Investoren verdienten nur die Anbieter und deren Banker, während die Anleger letztendlich meist leer ausgingen. Auch heute werben erneut zahlreiche Anbieter mit angeblich exzellenten Investitionen, speziell auf dem Arzneimittelsektor resp. mit biotechnologischen Forschungs- und Entwicklungszentren ? dort würden angeblich viel versprechende Renditen winken, wenn sich die prognostizierten Erwartungen realisieren lassen, was aus Sicht der Anbieter meist außer Frage steht.


Die Investoren sollten sich allerdings im Klaren sein, dass bei hohen Renditeprognosen selbst auf dem Arzneimittelsektor der totale Verlust der Investition häufig der Fall ist. Der Markt zeigt sich deshalb als derartig hochspekulativ, weil der dafür notwendige Kostenaufwand, um wirtschaftlich interessante Wirkstoffe zu entwickeln, meist in die Milliarden geht.
 


Pressemitteilungen der DEA: Ebola-Epidemie – die Zahlen sind rückläufig

Veröffentlicht am Montag 09 Februar 2015 11:43:56 von rschilke,

Die Europäische Arzneimittelagentur dämpfte im Dezember 2014 die Hoffnung auf  eine schnelle Verfügbarkeit von Ebola-Arzneien. Bisher gibt es für keines der experimentellen Ebola-Medikamente ausreichend Evidenz, um daraus auf die Sicherheit und Wirksamkeit bei der Behandlung von Patienten zu schließen.

In den nächste Wochen sollten tausende Menschen in den Ebola-Gebieten an einem Impfstofftest teilnehmen. Dieser Test könnte jedoch zu spät kommen, denn  bei einem Sinken der Infektionszahlen lässt sich die Wirksamkeit kaum noch nachweisen. Wenn nur noch wenige erkranken, lässt sich auch nicht feststellen, ob die Vakzine wirkt. Forscher wären dann gezwungen, die neu entdeckten Impfstoffe an Primaten zu testen und zu hoffen, dass die Ergebnisse auf Menschen übertragbar sind.

 


Pressemitteilungen der DEA: Wiedergutmachung als moralische Schuld- und Sühneleistung

Veröffentlicht am Mittwoch 04 Februar 2015 13:42:41 von rschilke,

Wiedergutmachung als moralische Schuld- und Sühneleistung im Rahmen des Täter-Opfer-Ausgleichs alsein zentrales Element der restorativen Justiz

Das Schlagwort Wiedergutmachung besitzt in der Bundesrepublik keinen guten Klang, sondern wird weit mehr als Schuldkomplex assoziiert, denn die meisten Bundesbürger sehen derartige monetäre Leistungen erstlinig als Spätfolge des Nationalsozialismus und dessen Verbrechen.Keine Nation hat sich mit den negativen Resultaten ihrer Geschichtsschreibung derartig umfassend auseinandergesetzt, hat die Verbrechen der Väter mit Mahnmalen der Reue für die nächsten Generationen manifestiert, als Dauerschuld eines Volkes, dessen Nachkommen sich dem zu stellen und sich daran zu erinnern haben - buchstäblich auf Schritt und Tritt für jedermann sichtbar.Wir wissen heute längst, dass eine Vielzahl anderer Nationen Vernichtungslager einrichteten, um ihre Gegner hinzurichten.

Millionen Andersdenkender fielen den jeweiligen Häschern zum Opfer. Doch dort will man von einer öffentlichen Zurschaustellung der Verbrechen nichts wissen, gilt Wiedergutmachung als Fremdwort, das angeblich allein die deutsche Geschichte unter dem Nationalsozialismus betrifft.1945 begannen die Deutschen auf Bergen von Schutt und Asche den Wiederaufbau. Millionen deutscher Soldaten waren im 2. Weltkrieg gefallen, und die Bomben der Alliierten hatten ein Übriges getan, um Millionen von Zivilisten zu töten. Die schwere Schuld am 2. Weltkrieg und die Vernichtungslager der Juden vor Augen, starteten die Deutschen einen Neuanfang aus dem buchstäblichen Nichts heraus, der sich in der Folge auch intensiv mit der Wiedergutmachung beschäftigte.

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